In the Dreamhouse
Dominosteine, Puppenhaus
Mittelformat Fotografie, Archival Pigment Print auf Fine-Art-Papier
115,7 x 135 cm
(2026)
Die Fotoinstallation ist Teil der Werkreihe Killing Ladybugs, die im Rahmen der Duo-Austellung Killing Ladybugs / Little Misfortune
von Pauline Kail und Phuong Linh Pham im Koeppenhaus gezeigt wurde.
Ich stelle mir vor in einem Puppenhaus zu wohnen und zu beobachten was geschieht, wer mit mir spielt und wie mit mir gespielt wird.
Das Haus sitzt uns in den Knochen.
In seiner Raum- und Rollenaufteilung und den Abläufen der Haushaltsführung schreibt es sich in uns ein.
1631 entstand das erste moderne Puppenhaus mit dem Zweck Mädchen spielerisch auf ihre spätere Rolle als Hausfrau und Mutter vorzubereiten.
Das Haus ist soziologisch betrachtet nicht nur eine physische Unterkunft, sondern ein zentraler Ort für die Aufrechterhaltung sozialer Ordnung und der Herstellung von Identität.
Die Hauswände trennen vermeintlich die private Sphäre von der Öffentlichkeit, der Slogan der zweiten feministischen Welle „das Private ist politisch“ hinterfragt dies jedoch seit den 70ern.
Denn eigentlich werden auch dort die Strukturen der Welt im Kleinen nachgebildet. In der Foto-Installation beschäftige ich mich mit der Kettenreaktion in beide Richtungen;
den Prägungen die diese Strukturen hinterlassen, und den Strukturen die wiederum aus diesen Prägungen entstehen.Â



