Doing being a Girl
Tinte auf Siebdruck
21 x 29,7 cm
(2026)
Die Serie ist Teil der Werkreihe Killing Ladybugs, die im Rahmen der Duo-Austellung Killing Ladybugs / Little Misfortune
von Pauline Kail und Phuong Linh Pham im Koeppenhaus gezeigt wurde.
Ich fand meine alten Schreibübungen aus der ersten Klasse auf dem Dachboden, und so entstand diese Arbeit.
Wir lernten das Schreiben anhand von Sätzen wie „Jungs können besser Ball spielen als Mädchen“ und
„Mädchen können besser Springseil springen als Jungs“.
In Doing being a Girl thematisiere ich die Ausbildung der eigenen Geschlechtsidentität im Kindesalter durch wiederholte, alltägliche Praktiken.Â
Der Titel geht auf „Doing Gender“ zurück, einer soziologischen Theorie die in Anlehnung an Harold Garfinkels Agnes-Studie entstanden ist.
In den 60er Jahren beobachtete er das Verhalten von Agnes, einer trans Frau, nach ihrer Angleichung. Sie übte auf allen Ebenen das kulturelle Frau-Sein ein.
Agnes wollte die Konventionen lernen, die sie im Umgang mit Männern praktizieren oder sich bieten lassen muss, um als weiblich gelesen zu werden.
Mit dieser Studie zeigte Garfinkel, dass Verhaltensweisen, die damals noch gemeinhin als Natur galten, ein in kultureller Praxis wechselseitig erzeugte „accomplishment“ sind.
In dieser Arbeit adressiere ich, wie Geschlecht in vermeintlich banalen sozialen Alltagspraktiken hergestellt wird.










